Cordula Kagemann

Papierkunst Collage Malerei

„Ich mache kleine Löcher … „, sagt ein Kartenknipser der Metrostation Les Lilas im bekannten Lied von Serge Gainsbourg.
Kagemann hingegen macht keine kleinen Löcher, sondern schafft ein Werk, das auf einer Technik und einem originellen Ansatz beruht. Sie verbindet Papier, Malerei und Collage, und zeigt damit, was nicht gezeigt werden soll, indem sie mittels der Aneinanderreihung von Löchern, aus dieser Abwesenheit das Symbol ihrer eigenen Anwesenheit macht.
Da sind nicht die Bullaugen des Yellow Submarines von den Beatles, die eine neue, phantasmagorische Welt zeigen – sondern! –  geöffnete Fenster auf das Geheimnis des Athanors des Künstlers – indem es ihr weit über das Werk hinausgeht,  enthüllt sie es im Inneren.
Sie gibt die Sprache der Seele für die Seele wieder, da ihre Werke die Seele ausdrücken, die hinter der Seele ist, den Spiegel hinter dem Spiegel, das Spiegelbild hinter dem Spiegelbild, dort wo sich nichts mehr widerspiegelt.
Wenn Gérard de Nerval das Porträt, das von Nadar aufgenommen wurde, zwischen seinen Händen hält, schreibt er auf die Rückseite: Ich bin der Andere.
Cordula, genauso poetisch veranlagt, ist in ihren Werken im Inneren jenseits des Anderen – ein Jenseits der Träume, das das Innere der Zeichen erahnen läßt.
Wo dereinst Anhänger des Steins der Weisen erfolglos danach trachteten, aus Blei Gold zu machen, konnte Cordula Kagemann ihrerseits Abwesenheit in Anwesenheit verwandeln und Unsichtbares in Sichtbares, indem sie dasjenige, was allgemein als geltend angenommen wird, einfach umgekehrt hat – und so zum Beispiel vergessen lässt, dass eine Gedächtnislücke nicht unbedingt eine Leere zu sein braucht, es könnte auch eine Vorahnung der Zukunft sein, wie eine neue Interpretation einer Messerklinge, die nicht einmal ein Wahrsager aus dem Tarot selbst hervorsagen könnte.
Den Dichtern der Plejaden, die in ihren Zehnzeilern und Sonetten vor Langeweile und vielen Abwesenheiten vergehen, können wir nun antworten, dass es nicht genügt, die abwesende Anwesenheit zu genießen, um alle anwesende Abwesenheit auszulöschen.

Pierre Jean Varet,  Musée Artcolle, Plémet, Frankreich 2016, Arrêt sur collage: Cordula Kagemann, ARTCOLLE MAGAZINE Le N°9, 2016, als pdf herausgegeben vom Musée Artcolle (aus dem französischen übersetzt vom Übersetzungsbüro Translated.net, zum Originaltext)

„Eigentlich und das ist nahe liegend und fantastisch zugleich, bildet sich im wörtlichen Sinne schichtweise die Biografie der Künstlerin Cordula Kagemann ab. Jedes Werk speist sich aus dem bisher erlernten, erfahrenen, erlebten, erlittenen, auf Reisen entdeckten.“

Bettina Brach, Kunsthistorikerin, Bremen 2012

„Gegen den Mainstream zeitgenössischer Malerei favorisiert Cordula Kagemann in den meisten ihrer Exponate gedämpfte, gebrochene Farbtöne mit subtilen Farbnuancen und gestaltet damit eine Bildwelt, die äußerst authentisch ihren derzeitigen Lebensstil spiegelt.

Seit 2007 lebt und arbeitet sie in Bruchhausen-Vilsen, Ortsteil Weseloh in einem alten Bauernhaus mit altem Baumbestand mitten in der Natur. Ein bewusst gewählter Lebensmittelpunkt, ein Rückzugsort, ideal zur Ausspannung, Meditation und Selbstfindung; – ein Ambiente, das äußerst prägend für die derzeitige Werkphase dieser Künstlerin ist.

Dr. Dr. Wolfgang Griese, Kultur und Kunst Bruchhausen-Vilsen e.V., 2013

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